Geschichten und Gedichte von Neubürgern

Liebe Neubürgerinnen und liebe Neubürger,

uns erreichten auch zwei Beiträge, die aus einer Hand geschrieben wurden. Einmal ein Gedicht und einmal eine Geschichte. Gerne veröffentlichen wir beide Beiträge. Haben Sie auch etwas geschrieben? Dann würden wir diese hier auf dieser Seite unter Angabe des Autors veröffentlichen.

 

Das gute Jahr – Ein Gedicht von Gisi Müller

Ein Mensch, erfahren und gereift,

die 70 hat er längst gestreift,

will…altersmilde mags wohl sein…

den Menschen wohlgesonnen sein.

Doch wundert er sich jetzt zuweilen,

daß dies nicht alle mit ihm teilen,

denn Ungeduld und Frust und  Hass

lässt schimpfen sie ohn Unterlass,

da  das, was alle so erregt,

die Welt pandemisch lahmgelegt,

ein Virus ist, ein ganz ganz kleines,

und auch noch ein ganz hundsgemeines,

und daß, was da grade grassiert,

in der Natur nun mal passiert.

Man wütet und man diskutiert,

erfindet , und man debattiert,

die Politik versucht, zu zähmen,

zu informieren und versöhnen.

Die Menschen, das ist unbestritten,

sind ihrer Freiheiten beschnitten.

Der Mensch, er resümiert und denkt,

es wurd den Menschen Glück geschenkt.

Die Meisten, das nicht zu vergessen,

haben täglich was zu essen,

und sogar Bier oder auch Wein

zog in so manchen Haushalt ein.

Mit Abstand und mundschutzverhangen

ist man durch dieses Jahr gegangen,

der Mensch hat sich, das sei erwähnt,

an all das Lästige gewöhnt,

und auch so manchem armen Tropf

fiel nicht die Decke auf den Kopf,

und, nein , so kann man gottlob lesen,

es ist bei uns    k e i n    Krieg gewesen,

und viele haben es verstanden,

besuchten auch mal die Verwandten

oder genossen Wald und Flur

und unsere herrliche Natur.

So wohnt (in eines Dichters Sinne)

dem Ende auch ein Anfang inne.

Der Mensch ist dankbar und bedenkt,

daß er ward reichlich hier beschenkt

mit der Erkenntnis, daß dies Jahr

kein schlechtes, sondern gutes war.

 

Gisi Müller, im März 2021

 


Es war einmal ein Wesen mit dem Namen Corona, es lebte in einer kleinen Stadt an einem Fluss, umgeben von Wald und Wiesen…….. – Ein Text von Bernd Schöneich

„Es war einmal“, so fangen bekanntlich Märchen an. Meine Geschichte über dieses „angebliche Wesen“ hat einen anderen Hintergrund. Dieses angebliche Wesen versetzt die Menschen in Angst und Schrecken. Warum? Das verstand ich nicht! Lebten in dieser kleinen Stadt, welche doch so viel Kulturgeschichte besaß und schon von so vielen Denkern besucht wurde, lebten auch dort, wie auch anderswo, Menschen, die man so leicht verängstigen konnte? Corona war kein Wesen es war und ist ein Virus, ein gefährliches Virus, welches Menschen krank machen kann, ja sogar töten. Wie so viele andere Viren und Bakterien auch. Diese werden uns aber in der Regel nur gefährlich wenn wir ein schwaches Immunsystem haben. Und jetzt wird es spannend: warum haben so viele Menschen ein schwaches Immunsystem? Kann es vielleicht sein, dass es an der Lebens- und Ernährungsweise liegt, was unser Immunsystem schwächt? Nehmen wir das Beispiel Grippeviren: was erleben wir denn jeden Winter? Es wird dunkler, also weniger Licht, es ist kalt, die Lebenskräfte schwinden und dann kommt die Grippe. Ja, die Grippeviren schlagen jetzt zu. Was macht der moderne Mensch? Er geht zum Doktor, klagt und der Arzt sagt: „Sie haben einen viralen Infekt“, und verschreibt dem Menschen Medikamente. Anstatt der Mensch dem Körper jetzt Ruhe und Zeit gibt um sein eigenes Immunsystem zu stärken, damit der Körper das Grippevirus alleine besiegt, (dauert einige Tage, ev. auch mit Fieber, was ein gutes Zeichen ist) ja, da greift der Mensch schnell zur chemischen Keule und schwächt so weiter sein Immunsystem. Die Medikamente sollen machen dass ich gesund werde, und nicht meine eigene Immunabwehr! Der moderne Mensch hat oft keine Zeit mehr, will wieder schnell funktionieren in dieser ökonomisierten Welt. Er hetzt weiter, denkt wenig nach und dann folgt oft ein burnout – eine Sinnesleere! Jetzt beherrscht uns die Angst. Anstatt man uns aufklärt, wie eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise aussieht, werden wir manipuliert. Wäre es nicht klüger, sich vitalstoffreich und vollwertig zu ernähren? Sich genügend an der frischen Luft zu bewegen und sich weniger Stress zu geben? Vielleicht denkt der Mensch gerade jetzt – in dieser Zeit -mal neu nach, über sich, das System in dem er lebt und sein eigenes Wesen!

Im Umgang mit Menschen sollten wir eins nie vergessen, dass es sich nicht um logische Menschen handelt, sondern um Wesen voller Eitelkeit, Stolz und Gefühle. (D. Carnegie)

Das ist doch wesentlich worauf es im Leben ankommt.

Mensch erkenne dich (Delphi 320 v.Chr.)

Corona ist kein Wesen, sondern ein Virus mit dem wir in der Zukunft leben werden, so wie mit allen anderen Viren und Bakterien auch. Wir leben und lebten schon immer in einer Symbiose mit ihnen.

…… und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute.                                                                                                                                         

Bad Kissingen, den 08.03.2021 Bernd Schönaich


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